80 Praxis-Tipps: Geschlechtergerecht

31. Versuchen Sie in allen Bereichen Ihrer Unternehmenskommunikation geschlechtergerechte Sprache einzusetzen. Das zeigt Respekt und ist ein wichtiger Beitrag zur Geschlechtergerechtigkeit.

32. Versuchen Sie sich und Ihre MitarbeiterInnen dazu zu bringen, sich intensiv mit den Methoden des geschlechtergerechten Formulierens auseinander zu setzen. Wenn Sie das nicht tun, wird geschlechtergerechtes Formulieren immer eine Belastung für Sie und Ihre MitarbeiterInnen sein.

--> Eine Einführung bietet unter anderem der Leitfaden „Geschlechtergerecht in Sprache und Bild“ der Johannes Kepler Universität Linz: http://www.jku.at/

33. Wenn Sie bei längeren Texten darauf verzichten, geschlechtergerecht zu formulieren, klären Sie zumindest in einer Fußnote ab, warum Sie das tun.

34. Sexismen sind heutzutage wesentlich subtiler als früher. Kritische Webpages, die sexistische Kommunikationshandlun-gen problematisieren, bieten die Möglichkeit, sich tiefer in die Materie einzuarbeiten.

--> Die Watchgroup für sexistische Werbung ist eine wahre Fundgrube für problematische Sexismen- im Kontext von Markenkommunikation: Link: http://www.watchgroup-sexismus.at/cms/

Sexismus drückt sich sehr häufig in der Bildersprache aus: 

35. Verzichten Sie auf sexuelle Anzüglichkeit. 

36. Erotische Darstellungen sollen nur dann verwendet wer-den, wenn sie inhaltlich sinnvoll sind. Generell sollten Sie sehr behutsam mit erotischen Darstellungen umgehen.

37. Unterlassen Sie stereotype Darstellungen von Frauen und Männern bei der Hausarbeit, in der Arbeitswelt und in der Freizeit.  

38. Stellen Sie keine vermeintlich weiblich besetzten Untugen-den dar, z.B. übermäßiges Telefonieren oder Ungeschicktheit.

39. Bilden Sie Frauen und Männer auch in „untypischen“ Berufstätigkeiten ab, um dem allgemeinen Trend entgegen zu wirken.

40. Achten Sie bei der Bildkomposition bei Frauen und Männern auf eine ausgewogene Aufteilung.