Baustein 3

FAIR COMMUNICATION schont Ressourcen.

FAIR COMMUNICATION setzt sich für eine ressourcenschonende und ökologisch produzierte Kommunikation ein. Mit dieser Forderung schließt das FAIR COMMUNICATION Movement an eine große und breite Tradition  der "kommunikationsverarbeitenden und -bearbeitenden Wirtschaftsbereiche“ an bzw. nimmt auf diese Bezug.

Unser Anliegen ist der bewusst ressourcenschonende Einsatz und Umgang mit Produktionsmethoden, Produktion und Dienstleistungen zur Verminderung oder völligen Vermeidung von Belastungen für die Umwelt.

Verantwortlich für ressourcenschonende und ökologisch eingesetzte Kommunikation – im Sinne der FAIR COMMUNICATION – sind die Verantwortlichen in Betrieben, Organisationen, NGO´s, EPU´s, KMU's und Konzernen, die Kommunikationsträger (Verlag-Zeitung, TV, Event etc.) auswählen, die Kommunikationsmittel oder Content herstellen bzw. konzipieren (Agenturen, Marketingverantwortliche, Creative Industry etc.)

Kriterien zur Ressourcenschonung in der Kommunikation

1.  Verringerung der ökologischen Belastung
Ein hoher Prozentsatz der in der Kommunikationsbranche verursachten Umweltbelastung hängt mit der Papierherstellung, der Papierbearbeitung (Druck) und mit dem damit verbundenen Transport (Mobilität) zusammen.

1.1 Für die Papierherstellung und Papierbearbeitung erkennt FAIR COMMUNICATION folgende, bereits erfolgreich etablierte Zertifizierungen als beispielgebend an:
- Blauer Engel
- Nordischer Schwan
- Österreichisches Umweltzeichen
- PEFC
- FSC
- EU-Blume

1.2 Für Events nimmt FAIR COMMUNICATION Bezug auf die Kriterien der Green Meetings.

1.3 Speziell vor dem Hintergrund einer fairen Kommunikation könnten folgende Fragestellungen zu neuen Lösungen führen:
1.  Wie wurde der Werbeträger (=Zeitung, Prospekt, Messestand etc.) produziert und was leistet dieses Produktionsverfahren im Sinne einer ökologisch verantwortlichen Produktionsweise und damit für eine Verminderung der Umweltbelastung?
2.  Wie wurde das Werbemittel (=Inserat, Plakatbogen etc.) produziert und was leistet dieses Produktionsverfahren im Sinne einer ökologisch verantwortlichen Produktionsweise und damit für eine Verminderung der Umweltbelastung?

2.  Ressourcenschonende Mobilität durch regionale Alternativen
„Just in time“ und die globale Verfügbarkeit von Waren haben zu einer immensen Zunahme des Transportwesens geführt. Die Lagerhallen der Industrien werden im Zuge der Globalisierung auf die Haupt-Transitrouten im Flug- und Fernlastverkehr verlagert.
FAIR COMMUNICATION setzt diesem Trend die Forderung entgegen, regionale Zulieferbetriebe und PartnerInnen bewusst als Alternative in Betracht zu ziehen. Und damit ressourcenschonende Mobilität – im Sinne des effizienten Energieeinsatzes und der Vermeidung von Emissionen – den Vorrang zu geben.
FAIR COMMUNICATION stellt in diesem Zusammenhang folgende Fragen beispielgebend in den Raum:
- Gibt es in der unmittelbaren Nähe eine/n PartnerIn, die/der Ihre
  Qualitätsanforderungen zu einem vergleichbaren Preis erfüllt?
- Gibt es andere Möglichkeiten, Ihren Content zur kommunizieren?
  (z.B.: pdf statt Brief...)
- Ist dieser Content zur Erreichung der Kommunikationsziele in diesem
  Ausmaß und Umfang überhaupt notwendig?

3. Intelligente Vermeidung ökologischer Belastung
Das Leben erfüllt sich in der Fülle und nicht im Verzicht. Das gilt besonders für die Kommunikationsbranche. FAIR COMMUNICATION will aber einen Schritt weitergehen. Wir stellen diese Fülle in einen ganzheitlichen Zusammenhang.
Das von Prof. Dr. Michael Braungart entwickelten Prinzip des Cradle to Cradle® zeigt hier einen gangbaren fairen Weg auf. Cradle to Cradle® kennt – wie die Natur – keinen Abfall, keinen Verzicht und keine Einschränkungen. Über biologische und technische Nährstoffkreisläufe werden die richtigen Materialien zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort eingesetzt. Am Ende steht immer eine bessere Qualität.
Dieses Prinzip stellt einen hohen Anspruch, aber schon die Auseinandersetzung damit führt zu bemerkenswerten Ergebnissen, zum Beispiel zu essbaren Verpackungen.
Speziell auf dem Hintergrund einer fairen Kommunikation könnte zum Beispiel folgende Fragestellung zu neuen Lösungen führen:
„Sind der Werbeträger und das Werbemittel in einem sinnvollen Maß eingesetzt? Kann z. B. das Werbemittel durch einen intelligenten Einsatz in den Zyklus rückgeführt werden (essbare Verpackungen, Weinregale aus Weinverpackungen...)“