Baustein 4

FAIR COMMUNICATION ist diskriminierungsfrei.

Faire Kommunikation setzt sich für die Einhaltung des Gleichbehandlungsgrundsatzes ein. Dass alle Menschen gleich an Würde und Rechten geboren sind, geht schon aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hervor. Das Gleichbehandlungsgesetz verbietet seit 2004 nun auch die Diskriminierung von Menschen auf Grund von ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder Weltanschauung, Alters oder sexueller Orientierung.

Ziel von FAIR COMMUNICTION ist es, in jeder Art von Kommunikation diskriminierende Ausdrucksweisen zu beseitigen und so zur Bewusstseinsbildung für einen respektvollen Umgang miteinander in einer Gesellschaft der Vielfalt beizutragen.

Betroffene sind alle Menschen, die sich durch die Kommunikationsmaßnahme direkt angesprochen fühlen und sich entweder sprachlich oder auch bildlich in ihrer Würde verletzt fühlen können.

Kriterien für eine diskriminierungsfreie Kommunikation.

1.  Keine Entwertung aufgrund tatsächlicher oder zugeschriebener gruppenspezifischer Merkmale
Tagtäglich sind wir mit Ungleichheiten im zwischenmenschlichen Kontakt konfrontiert. Ganz offensichtlich sind Menschen unterschiedlich groß, haben verschiedene Augen-, Haar- und Hautfarben, sprechen in unterschiedlichen Dialekten, Akzenten und Sprachen, sind jung oder alt, bekennen sich mehr oder weniger offensichtlich zu unterschiedlichen Religionen oder Weltanschauungen. Unterschiede bestehen und sie sollen weder ignoriert noch beseitigt werden. Sie dürfen aber nicht zum Anlass für Benachteiligung, Herabsetzung und Entwertung genommen werden.

2.  Respektvoller Umgang mit Unterschieden
FAIR COMMMUNICATION bekennt sich zum wertfreien Anerkennen von Ungleichheiten. Wir tragen damit dazu bei, das Ziel eines respektvollen Umgangs mit Unterschieden im Sinne der Diversity zu erreichen. Wobei wir unter Diversity „die offene Geisteshaltung gegenüber Vielfalt und das Bewusstsein für den Einfluss von Unterschiedlichkeiten auf das tägliche Miteinander“ (Michael Stuber) verstehen.

3. Aktives Wirken gegen bestehenden Vorurteile
Faire Kommunikation ist grundsätzlich bestrebt, Vorurteilen aktiv entgegen zu wirken und so den respektvollen Umgang mit der Vielfalt zu fördern.